Wenn Lieder eine Farbe wären, dann wäre Learn to Love, die neue Single vom schwedischen Sänger und Produzenten Rasmus Hagen, ganz sicher blau. Aber nicht irgendein blau, sondern das irisierende hellblau, das mal türkis, mal grünlich schimmert. Das hat allerdings nichts mit Synästhesie zu tun, vielmehr ist bei den Aufnahmen zu Learn to Love blaues Stimmungslicht zum Einsatz gekommen. Ein Kunstgriff von Rasmus Hagen, der gerne alternative Beleuchtung im Studio verwendet, um Emotionen leichter fassbar zu machen. In Learn to Love sind es die oft widersinnigen Gefühle des Loslassens alter Beziehungsmuster und den zaghaften Neubeginn mit einem anderen Partner. Die zart fließenden Übergänge von Akkustiksoul und Pop versinnbildlichen dann auch diese wechselhaften Empfindungen auf dem Weg in eine neue Partnerschaft und geben Learn to Love den urbanen Klang, der die lyrischen Texte von Rasmus Hagen komplementiert und den Song lebensnah macht.
Die atmosphärische Dichte der Komposition verzahnt sich mit dem tiefen Gefühl der inneren Zerrissenheit, ausgedrückt nicht nur durch den Text, sondern vor allem durch die bassige Stimme von Rasmus Hagen und das feine fast schon zögerliche Kolorit seiner Song-Partnerin Maxine. Denn für Learn to love hat sich Rasmus Hagen nicht alleine in sein blaues Studio gesetzt.
Neben der holländischen Sängerin Maxine hat auch Co-Autor Aron Blom die Aufnahmen im Stockholmer Studio begleitet. Und in Stockholm hat auch alles angefangen. Rasmus Hagen ist dort aufgewachsen und schon früh mit Musik in Berührung gekommen. Seit seinem achten Lebensjahr spielt er Gitarre; später tritt er mit verschiedenen Bands auf. Vielseitig interessiert und talentiert wechselt er schließlich auf die andere Seite des Mischpultes und produziert seine letzte Band selbst. Diesen Februar hat er endlich sein Debütalbum Love & Hurt veröffentlicht und bringt jetzt mit Learn to Love einen tiefgründigen Song auf den Markt, der die letzten milden Sommerabende geistreich ausklingen lässt.
RASMUS HAGEN | SINGLE: Learn to Love | VÖ (20.08.21)
Quelle:
- Rola Music
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